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23.03.2021, 11:35 Uhr | Christoph Martin Labaj
100 Jahre nach der Volksabstimmung in Oberschlesien 1921
Eine Video-Debatte der VdG
Foto: Patryk Lisek
Oppeln - Am 21.03.2021 um 17:00 Uhr startete die über 90 Minuten lange Debatte der VdG zum 100. Jubiläum der Volksabstimmung in Oberschlesien 1921. Die Diskussion führten live auf Facebook, der Historiker Prof. Ryszard Kaczmarek, der Regionalforscher Dawid Smolorz, der im Oktober mit einem Vortrag bei uns im Haus Oberschlesien gastierte, BJDM-Mitglied und Studentin Monika Mikołajczyk sowie Vorsitzender der VdG Bernard Gaida.

Der Kulturreferent der LdO verfolgte die Veranstaltung live von zu Hause aus. Herr Smolorz stellte u.a. den geschichtlichen Hintergrund Oberschlesien dar, nämlich, dass die Region zunächst slawisch, dann mährisch und später deutsch war und betonte, dass Mehrsprachigkeit und Multiethnizität stets ein Merkmal Oberschlesiens waren. Konflikte seien erst durch nationalistischen Tendenzen in Folge des 1. Weltkrieges entstanden.

Wie alle Beteiligten zustimmten, war die polnische Seite über das Wahlergebnis von 60% für den Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland verdutzt und gewisse Stimmen sind es bis heute noch. Dabei herrschte offenbar bereits damals die falsche Auffassung, dass Muttersprache und Volkszugehörigkeit ein und dasselbe sind.

Ebenfalls wurde das Plebiszit als ein Schulthema diskutiert. Während Herr Gaida zugab, dass das Thema in seiner Schulzeit nicht thematisiert wurde, warf Frau Mikołajczyk einen Blick ins aktuelle Geschichtsbuch der 7. Klasse. Dieses stellt die damalige Situation sehr subjektiv dar, nämlich die deutsche Seite als Aggressoren, die polnische Seite als die wahren Opfer dar. Dabei sollte, wie alle Beteiligten einstimmig meinten, berücksichtigt werden, dass Gewalttaten auf beiden Seiten zu verzeichnen waren.

Die Diskussion beinhaltete sowohl allgemein bekannte, sowie spezifischere Themen, die objektiv und neutral, stets mit einem europäischen Blick, erörtert wurden. Wir freuen uns auf künftige Debatten der VdG.

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