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24.11.2022, 11:11 Uhr | Sebastian Wladarz (SHOS/OSLM)
Neue Leitung im „Oberschlesischen“: Dr. David Skrabania wird neuer Museumsdirektor / Kontinuität im Modernisierungsprozess und Profilschärfung angekündigt

Dr. Fank Mäuer (OSLM, links), Dr. Andrzej Michalczyk (Ruhr-Universität, Mitte) und Dr. David Skrabania (rechts), © SHOS/OSLM, Leonie Langen
Ratingen-Hösel -

Das Oberschlesische Landesmuseum hat einen neuen Direktor. Wie der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Haus Oberschlesien mitteilte, hat der Stiftungsvorstand am 13. November einstimmig Dr. David Skrabania gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Andrea Perlt an, die im Oktober eine neue Herausforderung bei der Stadt Schwerte angenommen hat.

Der gebürtige Oberschlesier Skrabania absolvierte zunächst eine Ausbildung als Bauzeichner und war vier Jahre lang Soldat auf Zeit, bevor er ein Studium der Geschichte und Slawistik an der Ruhr-Universität Bochum aufnahm. Die Schwerpunkte seines Geschichtsstudiums lagen auf europäischer Geschichte der Neuzeit, der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte sowie der Migrations- und Kulturgeschichte. Seine Dissertation verfasste der Tarnowitzer zum Thema Bewusstseinsprozesse und Partizipationsstrategien unter den sogenannten „Ruhrpolen“. Zwei seiner einschlägigen Publikationsprojekte stehen kurz vor der Fertigstellung. Zum einen die „Migrationsgeschichte Oberschlesiens. Globale Mobilität in lokaler Perspektive“, zum anderen „Die Volksabstimmung in Oberschlesien 1921 – Nationale Selbstbestimmung oder geopolitisches Machtspiel?“ (beide Schöningh-Verlag, Erscheinungstermin im Frühjahr 2023) als Tagungsband zu der von ihm 2021 in Ratingen durchgeführten internationalen wissenschaftlichen Tagung.

 

Dr. David Skrabania ist seit 2014 im musealen Bereich zu Hause. Als Stipendiat der renommierten Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung konnte er seine museale Ausbildung an vier absoluten Schwergewichten der musealen Welt in Nordrhein-Westfalen absolvieren: dem Deutschen Bergbau-Museum in Bochum, dem Ruhr Museum in Essen, dem LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum und dem Kultur- und Stadthistorischen Museum in Duisburg. Seit 2019 ist der Oberschlesier Kulturreferent am Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen (Hösel). In dieser Zeit war Dr. Skrabania für mehrere große Ausstellungsprojekte verantwortlich, zuletzt für die Sonderausstellung „Grenzgänger. Alltag in einem geteilten Land“, anlässlich des 100. Jahrestages der Teilung Oberschlesiens. Überdies entwickelte er innovative museumspädagogische Tools, wie beispielsweise eine Webdoku zum Thema Flucht und Vertreibung am Beispiel einer oberschlesischen Familie. Außerdem etablierte er Veranstaltungsformate wie „Podium Silesia“ und „Litterae Silesiae“ bei der Stiftung Haus Oberschlesien. Skrabania ist Initiator der Zusammenarbeit des Oberschlesischen Landesmuseums mit der Ruhr-Universität Bochum, im Rahmen derer Studenten der Geschichtswissenschaften ihre praktische Übung im Oberschlesischen Landesmuseum absolvieren und mit Quellen aus dem Stiftungsarchiv arbeiten. Er selber hat seit dem letzten Sommersemester einen Lehrauftrag an der Ruhr-Universität inne. Überdies öffnete er für das Oberschlesische Landesmuseum sein umfangreiches Netzwerk an internationalen Partnern. Insbesondere die Kooperation mit Institutionen aus Kultur und Wissenschaft in Polen gedeiht prächtig.

„Herr Dr. Skrabania hat das Oberschlesische Landesmuseum in den letzten Jahren insbesondere inhaltlich entscheidend geprägt. Er kennt das Haus, die Mitarbeiter und die Herausforderungen für die Zukunft bestens. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir mit dieser stiftungsinternen Lösung einen nahtlosen Übergang schaffen können“, erklärt Stiftungsvorsitzender Sebastian Wladarz. Der vom Vorstand eingeschlagene Weg der Neuaufstellung, Modernisierung und Öffnung für neue Zielgruppen werde mit Dr. Skrabania fortgesetzt, betont Wladarz und ergänzt: „Wir senden damit ein klares Zeichen der Kontinuität“.


Der neue Direktor nimmt die Aufgabe mit Respekt und Demut an: „Das Oberschlesische Landesmuseum ist hinsichtlich seines Bildungsauftrages und der zu erreichenden Zielgruppen mit nur sehr wenigen Museen in Deutschland vergleichbar. Wenn man meint, es gäbe ein vorgefertigtes Konzept, das man dem Haus überstülpen kann, dann erliegt man einem Trugschluss. Schon deshalb bin ich mir bewusst, dass das Team und ich viel Arbeit vor uns haben. Die größte Herausforderung wird die Entwicklung und Umsetzung einer Neukonzeption der Dauerausstellung sein. Das ist ein Millionenprojekt“, sagt Historiker Skrabania, fügt aber hinzu: „Wir gehen selbstbewusst in die Zukunft und setzen den eingeschlagenen Weg der letzten drei Jahren fort“. Das betont auch Stiftungsvorsitzender Wladarz und zeigt sich optimistisch: „Wir arbeiten beständig an der Schärfung unseres Profils als Experten für Oberschlesien. Zudem werden die internationalen Kooperationen weiter ausgebaut. Als Mittler zwischen Deutschen und Polen und wichtiger Player in den deutsch-polnischen Beziehungen sehen wir uns als Partner der Landesregierung in der Partnerschaft mit unseren östlichen Nachbarn.“

Nähere Informationen erteilt:


Sebastian Wladarz

Vorstandsvorsitzender

 

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