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21.02.2013, 10:51 Uhr Übersicht | Drucken
Klaus Plaszczek: Sprachbindung der Landsleute in Oberschlesien ist gefährdet.
Petition ans Europäische Parlament registriert!

Zum Internationalen Tag der Muttersprache (UNESCO) erklärt der Vorsitzende der Landsmannschaft der Oberschlesier, Klaus Plaszczek (Herford):

Auf Vorschlag der UNESCO haben die Vereinten Nationen (UNO) den 21. Februar als Internationalen Tag der Muttersprache ausgerufen. Er erinnert an die Bedeutung des Kulturgutes Sprache und soll das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Vielfalt fördern.


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Klaus Plaszczek
Wenn wir am 21. Februar den Internationalen Tag der Muttersprache begehen, so müssen wir daran erinnern, dass unsere heimatverbliebenen Landsleute ab 1945 einer rücksichtslosen Polonisierung und Assimilierungspolitik durch das kommunistischen Regime in der Volksrepublik Polen ausgesetzt waren, die das Ziel hatte, die deutsche Muttersprache und Kultur in der Heimatregion auszulöschen. Auch wenn wir alle Fortschritte bei unseren polnischen Nachbarn und Freunden würdigen, so ist es unsere Pflicht als Verband, aufzuzeigen, dass auch heute, über 20 Jahre nach der politischen Wende, in unserer Heimat Oberschlesien, trotz existierender gesetzlicher Grundlage, die Muttersprache unserer Landsleute nicht hinreichend gefördert wird, weil ein entsprechendes Bildungssystem nicht existiert.

Nicht irgendjemand, sondern der Europarat hat in seinem Bericht vom Dezember 2011 festgestellt, dass unsere polnischen Nachbarn und Freunde ihre Verpflichtungen aus der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprechen im Hinblick auf Bildungseinrichtungen mit Deutsch als Unterrichtssprache nicht erfüllen. Der Europarat rät daher der Republik Polen, solche Einrichtungen, von der Vorschule bis hin zur Sekundarstufe, einzurichten. Der Ministerrat bestätigte diese Sicht im Grunde in seiner Resolution vom November 2012.

Dabei gibt es gute Beispiele, wie zum Beispiel das deutsch-dänische Grenzgebiet, wo ein hervorragendes Bildungssystem in der jeweiligen Minderheiten- / Muttersprache funktioniert. Ein solches Bildungssystem brauchen auch unsere Landsleute. Weitere Verzögerungen sind für die deutsche Volksgruppe in Oberschlesien existenzgefährdend.

Aus diesem Grunde hat sich die Landsmannschaft der Oberschlesier mit einer Petition an das Europäische Parlament gewandt. Wir möchten, dass sich zuständige Stellen der Europäischen Union mit diesem dringenden Thema beschäftigen, zumal Sprachenerhalt und Sprachenvielfalt eines der Kernthemen der Union sind. Diese Petition wurde unter der Nummer 1880/2012 registriert und wird durch eine Unterstützungskartenaktion flankiert. Auch haben wir uns mit unserem Anliegen an die Initiatorin des Internationalen Tages der Muttersprache, die UNESCO, gewandt, um aufzuzeigen, dass in einer Region im Herzen Europas eine Minderheit Gefahr läuft, die Bindung an ihre eigene Muttersprache zu verlieren.

Wir hoffen, mit unseren Bemühungen und Aktionen die Aufmerksamkeit auf Oberschlesien zu lenken und damit auf eine deutsche Minderheit, die ihre Muttersprache zu verlieren droht. Mehrsprachigkeit, das sagen selbst unsere polnischen Freunde, ist ein großer Vorteil. Daher wäre es nur konsequent, die deutsche Sprache in Oberschlesien zu fördern, in dem man ein deutsches Bildungswesen unterstützt“.



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