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04.02.2017, 21:02 Uhr | Sebastian Wladarz Übersicht | Druckansicht
Bundeskanzlerin und Länderchefs begrüßen Forderung der Landsmannschaft nach mehr muttersprachlichen Deutschunterricht für die Deutschen in Polen
Gute Voraussetzung für den Besuch der Bundeskanzlerin in Warschau


Die Forderung der Landsmannschaft der Oberschlesier nach mehr muttersprachlichen Deutschunterricht für die Deutschen in Polen wird von Bundeskanzlerin und Länderchefs unterstützt.

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Die Oberschlesier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin
Wie der Chef der Staatskanzlei Baden-Württemberg, Klaus-Peter Murawski, in einem Antwortschreiben an die Landsmannschaft mitteilt, sei man bei der Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember 2016 übereingekommen, dass der Deutschunterricht in den Schwerpunktsiedlungsgebieten der deutschen Minderheit in Polen, also den oberschlesischen Woiwodschaft Schlesien und Oppeln nicht nur aufgrund der der Grenznähe zur Bundesrepublik Deutschland wünschenswert sei. „Es ist auch zu bedenken, dass die dort lebende deutsche Minderheit die Möglichkeit haben muss, sich ihrer deutschen Wurzeln bewusst zu sein und diese zu leben. Dazu gehört ganz wesentlich die deutsche Sprache“, heißt es in dem Schreiben.

Murawski führt aber auch einen weiteren Grund an, und zwar die Zusammenarbeit des Instituts für Germanistik der Universität Oppeln und des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa in Freiburg. Das Oppelner Institut genieße eine hohe Reputation. Da am Institut deutsch gesprochen und unterrichtet werde, sei es „mehr als wünschenswert“, dass bereits in der Schule Deutsch auf einem Level unterrichtet wird, dass die Studierenden mit guten Deutschkenntnissen ihr Studium aufnehmen können. Der Bundesgeschäftsführer und Pressesprecher der Oberschlesier Sebastian Wladarz kann diese Aussage nur unterstützen. „Wir haben für Schüler aus der Woiwodschaft Oppeln in Zusammenarbeit mit der Landesregierung NRW Auslandspraktikumsplätze organisiert und mussten in den meisten Fällen feststellen, dass die Deutschkenntnisse für ein kaufmännisches Praktikum nicht ausreichten“, so der gebürtige Gleiwitzer. Deutsch sei nicht nur für die Identität der Deutschen vor Ort wichtig, sondern sei ein klarer Standort- / Wirtschaftsfaktor. „Deshalb hoffen wir, dass die Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch in Warschau, dieses Anliegen der Deutschen in Polen auch gegenüber unseren polnischen Freunden energisch vorbringt“, hofft Wladarz. Man sei positiv gestimmt, zumal sich die Bundeskanzlerin auch mit Vertretern der deutschen Minderheit treffen wird.

Die Landsmannschaft hatte vor der Ministerpräsidentenrunde einen Brandbrief geschrieben. Darin hat sie sich für ein nachfragegerechtes Angebot an muttersprachlichen Unterricht für die polnischen und polnischstämmigen Bürger in Deutschland ausgesprochen. Gleichzeitig hatte sie gefordert, die Versäumnisse in Bezug auf ein Bildungswesen mit Deutsch als Unterrichtssprache für die deutsche Minderheit in Polen, gegenüber Warschau klar auf den Tisch zu legen, zumal der Europarat die polnische Regierung in dieser Sache bereits zweimal gerügt hat.


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