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20.02.2012, 21:46 Uhr Übersicht | Drucken
Wladarz: „Die Deutschen in Oberschlesien haben ein Recht auf ihre Muttersprache“
Rückenwind von Europarat und UNESCO selbstbewusst nutzen

Zum Internationalen Tag der Muttersprache 2012 erklärt der Bundesreferent für Kultur und Medien der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V.:

„Seit dem Jahr 2000 begeht die UNESCO den Internationalen Tag der Muttersprache zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit. In diesem Jahr liegt der Fokus auf muttersprachlichem Unterricht. Länder sollen ermutigt werden, Bildungsangebote und Schulunterricht in den jeweiligen Muttersprachen zu unterstützen.


Dieser Schwerpunktsetzung kommt gerade auch für die Deutschen in Oberschlesien eine besondere Bedeutung zu. Gerade im Dezember des vergangenen Jahres hat der Expertenbericht des Europarates zur Umsetzung der Europäischen Sprachencharta in Polen aufgezeigt, dass es in Polen, insbesondere in Oberschlesien, im Bereich des muttersprachlichen Unterrichts, immer noch erhebliche Defizite gibt. So fehlt eine deutsche Bildungsinfrastruktur im Vorschul- und Grundschulbereich vollständig. Über 20 Jahre nach der politischen Wende in Polen fehlt den Deutschen in Polen immer noch die Grundlage für die Sicherung ihrer nationalen und kulturellen Identität.
 
Wenn der Europarat Polen ermutigt, mehr für den muttersprachlichen Unterricht der deutschen Volksgruppe zu tun und die UNESCO gleichzeitig in 2012 verstärkt dazu aufruft, Bildungsinfrastruktur in der jeweiligen Muttersprache zu schaffen bzw. zu unterstützen, dann ist dies nicht einfach eine Forderung eines kleinen Verbandes, es ist ein sehr deutliches Signal, das da von europäischer, ja sogar internationaler Ebene kommt.
 
Dieses Signal muss dazu genutzt werden, gegenüber polnischen Behörden deutlich zu artikulieren, dass die Deutschen in Oberschlesien das Recht auf ihre Muttersprache haben und entsprechend die Einrichtung von deutschen Vor- und Grundschulen zu fordern. Dies ist vordergründig die Aufgabe des Dachverbandes der Deutschen in Polen. Es ist aber gleichzeitig die Aufgabe der Deutschen Bundesregierung, die Landsleute dabei zu unterstützen.  Die Bedingungen war noch nie so gut und die Sachlage so eindeutig. Der Rückenwind des Europarates und der UNESCO muss in 2012 selbstbewusst dazu genutzt werden, die Deutschen in Oberschlesien einen Schritt weiter zu bringen. Es muss ein Schritt in die Richtung getan werden, unseren Landsleuten ein stückweit das wieder zu geben, was ihnen das kommunistische Regime so brutal genommen hat: die deutsche Muttersprache“.  

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