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04.12.2015, 08:15 Uhr | Sebastian Wladarz Übersicht | Druckansicht
Klaus Plaszczek: Realität ist vom Anspruch noch meilenweit entfernt
Europarat rügt Polen erneut in Sachen Europäische Sprachencharta


Polen erfüllt die Anforderungen der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen weiterhin nicht. Dies geht aus einem Bericht der Sachverständigenkomitees des Europarates hervor.

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Die Zukunft der deutschen Sprache hängt wesentlich von einem deutschen Bildungssystem für die Minderheit ab
In ihrem Bericht stellen die Experten zwar fest, dass es gegenüber dem ersten Staatenbericht mehr bilinguale Schulen – unter anderem in Trägerschaft von Vereinen der deutschen Minderheit – in Polen gebe, allerdings fehlten Kindergärten und Schulen mit Deutsch als vorherrschender Unterrichtssprache weiterhin völlig. So fordert das Ministerkomitee des Europarates in seiner Empfehlung vom 1. Dezember 2015 Polen auf, der deutschen Minderheit Bildungseinrichtungen mit Deutsch als Unterrichtssprache auf allen Bildungsebenen zugänglich zu machen.

Damit rügt der Europarat zum zweiten Mal in Folge die unzureichende Entwicklung eines Bildungswesens für die deutsche Minderheit in Polen. Der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Oberschlesier Klaus Plaszczek zeigt sich enttäuscht: „Wir haben den zweiten polnischen Staatenbericht zunächst als einen kleinen Schritt nach vorne gesehen. Leider mussten wir feststellen, dass viele Ankündigungen einfach unterblieben sind. So ist die Absenkung der 20%-Hürde für zweisprachige Ortstafeln und Deutsch als Hilfssprache in Gemeindeämtern bei der Novelle des Minderheitengesetzes unter den Tisch gefallen“. Dies sei kein seriöses Arbeiten. Zumal der Ministerrat auch diesmal wieder fordert, die Präsenz der Minderheitensprachen in Verwaltungsämtern deutlich zu steigern.

Besonders ärgerlich ist für Plaszczek jedoch, dass es im Bildungswesen für die Minderheit nicht weitergeht. Polen habe eigentlich mit seiner Ratifikation ein Angebot an muttersprachlicher Erziehung versprochen, mit Deutsch als vorherrschender Unterrichtssprache in Minderheitenschulen. Ein Modell, von dem die Realität himmelweit entfernt sei. Dabei seien weitreichende Maßnahmen gegen den Sprachverlust der jungen Generation geboten. Nur so könne er aufgehalten werden. Deshalb ist für Plaszczek die Empfehlung des Ministerrates noch freundlich formuliert. „Uns liegt eine Stellungnahme aus dem Expertenbereich des Europarates vor, in der davon die Rede ist, dass die polnische Politik keinerlei Anstalten mache, sich dem aus der Sprachencharta normativ gebotenen Ziel anzunähern“, erklärt der Bundesvorsitzende. Sogar von eklatanter Untätigkeit werde da gesprochen. „Wenn das so weiter geht, nehmen wir billigend in Kauf, dass die Deutsche Sprache in dem Minderheitengebieten in Polen irgendwann verloren geht“.

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